Donnerstag, 5. Mai 2016

Rezension zu "Wenn die Liebe tanzen lernt"

Autorin: Jean Kwok
Verlag: Goldmann
Seiten: 480
Empfohlenes Alter: ab 14
ISBN: 978-3-442-48272-6 
Preis: 8,99€



Inhalt
Die 22-jährige Charlie Wong lebt mit ihrem Vater und ihrer Schwester Lisa in New Yorks Chinatown. Ihr Job als Tellerwäscherin ist keine große Erfüllung – doch in der kleinen Welt der traditionellen chinesischen Einwanderer sind die Möglichkeiten begrenzt. Bis Lisa Charlie überredet, sich auf eine Annonce in der Zeitung zu melden: Das berühmteste New Yorker Tanzstudio sucht eine neue Rezeptionistin. Schnell wird klar: Die tollpatschige Charlie ist eine schreckliche Rezeptionistin, aber ein begnadetes Tanztalent. Und als Charlie sich vom unscheinbaren Entlein zum Schwan tanzt, fällt sie einem besonderen Mann auf ... 

Handlung
Gleich am Anfang des Buches lernt man Charlie Wong kennen, die mit ihrer kleinen Schwester und ihrem Vater in New Yorker Bezirk Chinatown wohnt. Auch der Rest ihrer Familie lebt dort und das nach stengen chinesichen Sitten. Ihre Mutter starb als Charlie selbst noch ganz jung war. So zieht sie größtenteils ihre kleine Schwester Lisa allein auf, da ihr Vater damit beschäftigt ist, das Geld für die Familie zu verdienen. Außerdem ist es ihm unangenehm unter Leute zu gehen, da sein Englisch nicht das Beste ist. So muss Charlie die Termine von Lisas Schule wahrnehmen. Doch auch sie arbeitet und zwar als Tellerwäscherin in dem Restaurant, in dem ihr Vater Nudelmacher ist.
Während Charlie tagtäglich tausende von Tellern wäscht, sucht ihre kleine Schwester einen Job für sie und findet promp einen in einem Tanzstudio in New York. Dort könnte sie als Sekretärin im Büro beginnen. Auch wenn Charlie am Anfang nicht gerade überzeugt davon ist möchte sie es probieren. Alleine schön weil ihre Mutter Tänzerin war und sie ihr so gedanklich wieder ein Stück näher wäre.
Tatsächlich bekommt sie den Job, doch Charlie ist nicht gerade die begabteste Person. Machmal sind Termine vertauscht oder sie vergisst etwas zu überbringen. Allerdings lebt sie sich schnell ein und auch die Profitänzer schließen sie ins Herz. Während der Arbeit lässt sie es sich auch nie nehmen den Tanzschülern beim tanzen zuzusehen und bestaunt sie.
Um ihre verpatzte Arbeit im Büro wieder gut zu machen, soll sie für eine Kollegin einen Schnupperkurs übernehmen, was hervorragend klappt, denn die neuen Tanzschüler lieben sie. Kurzerhand trainiert die weiter mit den anderen Profis und es stellt sich heraus, dass Charlie ein wares Naturtalent ist.
Als dann auch nich ein Wettbewerb ansteht, soll Charlie als zweites Paar mit einem ihrer Tanzschüler daran antreten, doch die hat inzwischen auch noch ein anderes Problem. Lisa ist krank und keiner kann ihr helfen. Dazu kommt noch, dass ihr Vater herausgefunden hat das sie tanzt und dieser ist alles andere als begeistert. Charlie weiß nicht mehr wo ihr der Kopf steht und was sie machen soll. Soll sie sich gegen ihre Familie stellen und mit dem Tanzen weitermachen oder ihren Traum aufgeben? Als sie sich dann plötzlich auch noch verliebt, weiß sie gar nicht mehr was sie machen soll, denn durch diese Liebe könnte sie ihren Job als Tänzerin endgültig verlieren...


Meinung

Das Buch verspricht vom Inhalt her schon sehr viel, weshalb ich mich gefreut habe, es endlich lesen zu können.
Leider war es nicht so spannend wie ich es mir erhofft hatte. Viele Szenen wurden für mich persönlich in die Länge gezogen und ich finde es hätte mehr Szenen im Tanzstudio geben sollen, da das Tanzen natürlich ganz klar das Hauptthema in diesem Buch war. An sich war die Geschichte allerdings sehr schön. Charlie ist eine sehr starke Person, denn sie kümmert sich mit so viel Liebe um ihre kleine Schwester, geht Arbeiten und hält ihre meist etwas strenge chinesische Familie aus. Was ich noch schön fand war, dass sie ihren Traum gelebt hat. Auch wenn sie es hinter dem Rücken ihrer Familie gemacht hat, habe ich als Leser gespürt, wie sie im Tanzstudio aufgeblüht ist und wie frei sie da war. Das war wirklich richtig schön. Auch Lisa ist einfach so ein süßer Sonnenschein, der das Buch um einiges bereichert hat. Sie war so voller Energie und ist für ihre 11 Jahre sehr intelligent und weise und dazu noch so stark. Ein weiteres Plus waren eigentlich alle Szenen im Tanzstundio. Die Profitänzer habe ich alle so ins Herz geschlossen. Vor allem Nina. Außerdem waren für mich die Tanzstunden mit Ryan, das Higlight des ganzen Buches.
Allerdings habe ich auch noch Dinge in diesem Buch zu kritisieren. Ich konnte mich einfach nicht mit den chinesischen Bräuchen und dieser Heilkunst auseinander setzten. Wahrscheinlich auch deshalb nicht, weil ich nicht an so etwas glaube und ich es ehrlich gesagt ein wenig schwachsinnig finde. Desweiteren konnte ich Charlies Vater gar nicht verstehen. Er hatte so eine komische Art an sich und hielt an seinen Regeln fest und wollte sich nie anders entscheiden. Er hat mich oft an ein kleines bockiges Kind erinnert, was ich gegenüber seinen Töchter sehr gemein fand. Auch der Rest der Familie lebte nach diesen strengen Regeln und stellte sich der Freiheit, die es in Amerika gibt in die Quere. Das perfekte Beispiel wäre dafür die Situation in der es Lisa so schlecht ging. Wegen den Bräuchen wollte einfach keiner einen Krankenwagen rufen und das war wirklich krass, wie ich finde.

Fazit
Ich gebe dem Buch 3/5 Sterne, da es mich nicht ganz überzeugt hat, was hier nicht mal an der Hauptperson liegt, denn Charlie mag ich wie gesagt sehr, doch die fehlende Spannung, die vielen Szenen mit der etwas gewöhnungsbedürftigen Familie, ihrem Vater und der Heilkunst war einfach ein wenig zu viel und zu langweilig, auch wenn manche Fakten ein wenig interessant waren.

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