Montag, 25. Juli 2016

Rezension zu "Until Friday Night - Maggie & West"

Autorin: Abbi Glines
Verlag: Piper
Seiten: 298
Empfohlenes Alter: ab 14
ISBN: 978-3-492-30919-6
Preis: 8,99€










Nach außen hin ist West Ashby der gut aussehende Football-Held, der die Lawton Highschool zur Meisterschaft führen wird. Innerlich wird er jedoch von Ängsten um seinen krebskranken Dad zerfressen, und er kann mit niemandem darüber sprechen, da niemand davon erfahren soll. Als West eines Abends aber nicht mehr weiterweiß, vertraut er sich bei einer Party dem Mädchen an, das ihn bestimmt nicht verraten wird: Maggie, die seit einem schrecklichen Ereignis in ihrer Familie nicht mehr spricht. Umso mehr überrascht es West, als sie ihm plötzlich doch antwortet und dass er fortan an nichts anderes mehr denken kann, als an ihre sanfte Stimme und ihre weichen Lippen.
Zu beginn der Handlung lernt man Maggie kennen. Sie ist ein schüchternes und zurückhaltendes Mädchen, dass durch ein Ereignis in ihrer Familie geprägt ist. Nachdem sie kleine Depressionen und Ängste so gut wie es geht überwunden hat, spricht sie nicht mehr. Es ist ihre Art, die Geschehnisse zu verarbeiten. Allerdings wird sie dadurch auch als Außenseiterin abgestempelt, da sie sich aus der Gesellschaft quasi abkapselt.
Um ein besseres Leben führen zu können nehmen sie ihre Tante und ihr Onkel bei sich auf. Mit im Haus wohnt auch ihr gleichaltriger Cousin Brady, zu dem sie fast gar keine Bindung hat. Generell hat sie diesen Teil ihrer Famili,  schon lange nicht mehr gesehen. Während ihre Tante und Onkel versuchen, sie so gut wie möglich überall zu integrieren, geben sie Brady die Aufgabe, Maggie in den ersten Wochen alles zu zeigen und mit zu Festen zu gehen. Dieser ist davon aber weniger begeistert. Maggie ebenfalls und so lassen sich beide ihren Raum. Während er sich amüsiert, sitzt Maggie irgendwo allein in der Ecke, denn: mit einer Stummen möchte sich eh keiner abgeben. Als sie an einem Abend aber auf Brady's besten Freund West trifft, ist plötzlich alles anders. Voller Verzweiflung erzählt er ihr von seinen Problemen, denn soviel ist West klar: ausplaudern kann sie es eh nicht. Doch Maggie versteht ihn und möchte West zeigen, dass er mit seinen Problemen nicht allein dasteht und fängt wieder an zu sprechen. Die beiden entwickeln Gefühle füreinander, doch Brady stellt allen etwas klar: Maggie ist noch gezeichnet von ihrer Vergangenheit und für alle seine Freunde tabu. Allerdings weiß er nicht, dass Maggie durch West wieder Halt findet und andersherum genauso.
Nachdem so viele immer von den Abbi Glines Büchern geschwärmt haben, musste ich nun endlich auch mal anfangen, eines ihrer Bücher zu lesen, um mich selbst zu überzeugen.
Und ganz ehrlich? Ich habe es nicht bereut!
Wie immer fange ich mit dem Cover an. Ich lieeeeeebe es! Es ist eines der schönsten Cover die ich kenne! Durch den Sonnenuntergang, den das Mädchen im Vordergrund gerade beobachtet, stechen die gelben und orangen Farben sehr deutlich hervor. Alles wirkt sehr warm, stimmig und vor allem: sommerlich! Die pinken Farbtupfer runden das ganze, meiner Meinung nach perfekt ab. Also ich würde mal sagen, dass es vom Cover her das perfekte Sommerbuch ist. Doch das ist es auch vom Inhalt.
Der Schreibstil von Abbi Glines konnte mich total überzeugen. Ich hatte gerade angefangen und schon waren 100 Seiten gelesen. Alles war sehr flüssig, was wahrscheinlich auch an der Story lag, die einfach unglaublich war.
Ich habe ja schon oft erwähnt, dass ich solche leichten Bücher liebe, die man einfach zu jeder Gelegenheit lesen kann. Das einzige was mein Problem immer dabei ist, ist dass es meistens um Football, eine schwere Vergangenheit und DIE große Liebe handelt.
Hier war es allerdings noch ein wenig anders und krasser. Am Anfang kam nicht gleich raus, was Maggie in ihrer Vergangenheit erlebt hat, damit sie so gezeichnet war. Von daher war es spannend herauszufinden und mitzuerleben, dass sie langsam alles zu verarbeiten beginnt und wieder anfängt zu sprechen. Ich fande es wirklich sehr berührend. Als dann letztendlich das Geheimnis gelüftet war, war ich umso geschockter. Lest es einfach selbst, denn ich will nicht spoilern. Es ist wirklich richtig krass und hat mich sehr mitgenommen.  
Doch auch West's Geschichte berührte mich total. Die unglaubliche Liebe zu seinem totkranken Vater, sowie aber auch die Zuneigung zu seiner Mutter, war sehr rührend. Auch wenn er immer so stark und groß tat und alle auf ihn standen: In echt hatte er so eine große Last auf seinen Schultern. Das schlimmste war, dass es einfach keiner wusste. Natürlich ist so etwas nicht leicht, doch ich verstehe bis jetzt noch nicht ganz, warum er es nicht einmal Brady sagen konnte, dass sein Vater krank ist. So wäre eine große Last von ihm abgefallen. Trotz allem hat sich alles ganz gut in dieser Geschichte entwickelt. Die Beziehung, die Maggie und West zueinander haben, war einfach total süß. Alles hatte soooo stark gekribbelt und ganz ehrlich? Das schafft nicht jedes Buch.
Zwischen Bauchkribbeln, Freude und Wut gab es allerdings auch Tränen.
Abbi Glines hat mich wirklich berührt!    
Ich gebe diesem Buch 5/5 Sterne! Ein tolles und berührendes Sommerbuch, was ich allen nur ans Herz legen kann!











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